Staubworte

In der Tat, es mag naiv sein zu glauben man wisse wie das Leben funktioniert. 
Doch seien wir uns darüber im Klaren, das dies eine Überlebensstrategie eines jeden Menschen ist und er von Geburt an über Versuch und Irrtum zu Wissen und Erfahrungen, sowie neuen Anfängen gelangt. 
Von Tag zu Tag sind wir Reisende auf der Suche nach dem Weg und einem Ziel im „Irgendwann“. 
Ja, Reisende sind wir. Verzweifelte in einer Dürre und Mutlose in dunkelster Nacht.
Verlorene in den Weiten dieser Welt, oftmals schon unserer eigenen kleinen Welt, die all zumal gewaltig genug erscheint. 
Wir glauben zu wissen was da ist und was nicht. 
Verlassen uns auf unseren bescheidenen Menschenverstand und überprüfen selbst das, was einst große Weise oder Lehrende bewiesen haben. 
Stets laufen wir zu unserem sicheren Hafen zurück und so mag es nur sicher sein, sich dort zu wissen, doch gefeit vor Stürmen sind wir nicht. 
Wieder und wieder laufen wir zu unserem leeren Brunnen zurück, versuchen doch noch daraus zu schöpfen und verlieren unsere Kräfte. Der Brunnen ist leer.
Wir müssen uns auf den Weg machen zu frischen Quellen und neuen Brunnen, müssen neue Wege gehen und Menschen an unserer Seite wissen. 
Wir ringen um Worte, nach Luft und Verstand, doch ankommen müssen wir zuerst bei uns.
Ankommen im eigenen Herzen, sich selbst verzeihen, weil der eigene Horizont in der Vergangenheit zu klein gewesen sein mag um zu überblicken was geschehen könnte. 
Doch, geschehen ist geschehen! 
Nicht alles was kaputt ist lässt sich reparieren, aber es lässt sich damit leben.

Laurimausi

Lauri

Einfach frei halt.

Einfach frei halt.

Gedankenfreiheit.

 

Immer wieder durchs Leben getrieben

und doch einfach dabei geblieben,

Das Leben genommen, so wie es kam.

 

Wir können nicht immer gewinnen,

sehen die Freude durch unsere Finger rinnen.

 

Aber dann müssen wir wieder aufstehen

und der Sonne entgegen gehen.

 

Viel zu oft begrenzen wir uns selbst mit „Ich kann nicht.“ und „Wer bin ich?“

Anstatt unsere Gedanken zu öffnen, uns zu loben und zu lieben, das wär‘ doch sinnig.

 

Außerdem sollten wir viel mehr hinterfragen, es einfach mal wagen ganz klar Position zu beziehen und ja oder nein zu sagen.

Aber die Menschheit ist da eher primitiv gestrickt und geht den alten Weg wenns zu verzwickt ist, dann kommen aber doch wieder Zweifel in uns hoch und halten uns vom Denken ab, was echt geschickt ist.

 

Aber dann müssen wir wieder aufstehen

und der Sonne entgegen gehen.

 

Wir müssen mal leben, im Hier und im Jetzt

und nicht ständig sagen, ich bin so gehetzt.

Das Leben macht halt keine Pausen, die müssen wir uns nehmen.

Dafür sollten wir uns nicht schämen, denn wir müssen beginnen den Moment zu genießen,

lassen los, lassen alles fließen.

 

Denn irgendwann sind wir älter, schließlich alt und was ist gewesen?

Es ist nicht immer alles nur schlecht und betrachten wir es mal ganz recht,

dann sind da viele schöne Momente und diese dürfen uns erfüllen.

Damit die schlechten uns nicht in ihre Dunkelheit hüllen.

 

Wenn wir gefallen sind, dann müssen wir wieder aufstehen

und der Sonne entgegen gehen.

 

Wenn du Gutes gibst, dann kommt auch Gutes zurück.

Das ist ein Prozess, den können wir lernen, Stück für Stück.

Schau doch einmal weiter über den Tellerrand hinaus, 

nimm Abstand zu dir selbst und entdecke dich ganz neu.

Schau mal nach ob das stimmt was die anderen sagen,

aber nimms nicht zu genau, lass dich davon nicht tragen.

Du musst es wagen den Mut zu haben über dich selbst zu lachen 

und Fehler einfach mal zu machen.

Nur, steh‘ dazu, gib deinen Fehler zu. 

Beharre nicht auf dein Recht, dann ist auch nicht alles schlecht.

Sieh‘ es mal von beiden Seiten, dann ist es doch sinnlos das ganze Streiten. 

Und ja, Träume zerplatzen, doch dann beginne dich selbst zu überraschen, beginne neuen Mut zu fassen und das Alte gehen zu lassen.

Du trägst in dir was du erlebt hast, geh voran mit einem Lachen und beginne deine Zukunft zum Heute zu machen.

Laurimausi

Seemann Ahoi!

Käptn, lass uns die Segel streichen. Weg von hier. Auf und davon. 
Lass uns fliehen vor den Fluten und doch mitten hinein. 
Wir wagen die Fahrt, denken wir könnten es mit dem gewaltigen Meer aufnehmen, denken wir wüssten den Weg auf dem tosenden Meer. 
Seemann ahoi! 
Der Wind bläst stark, wir kommen kaum gegen ihn an. Unbeholfen rudern wir gegen ihn und kommen nicht voran. Eine starke Hand die uns nicht vorbei kommen lässt. 
Unser Wille ist stark und ungebrochen, doch unsere Kräfte lassen nach.
Käptn und ich liegen uns in den Armen. Wir lachen Tränen, denn eigentlich weinen wir.
Gnadenlos peitscht das Meer auf uns ein. 
Unser Schiff wird entzwei geteilt, da treibt es zwischen den Wellentürmen und Schaumkronen. Ein Teil hier, ein Teil dort. Käptn und ich, wir paddeln und strampeln, versuchen Halt zu finden am Schiffswrack. 
Noch einmal sehe ich Käptns Arm aus dem Meer ragen, nach Hilfe winkend. Doch wer soll uns hier schon finden?
Ein letzter Schrei.
Käptn, wir sehen uns woanders wieder. 
Seemann Ahoi!

Laurimausi

Pokergame

Alles gesagt, längst alles geschrieben.
Wir können das Rad nicht neu erfinden, können nur sehen was da ist, und hoffen trotzdem neues zu entdecken.
Wir versuchen dem Leben einen Sinn zu geben, versuchen Systemen zu entfliehen und „frei“ zu sein.
Dabei spielen wir alle das selbe Spiel.
Einer hat Glück und vier Asse, der andere darf nicht mal eine Karte halten.
Wir bluffen mit Pokerface und legen gezinkte Karten,
wir schauen in versteinerte Minen und ziehen aneinander vorbei.
Oft zum ersten und letzten Mal, Blicke die sich treffen und noch im selben Moment in Nichtigkeit zerbersten.
Die Spannung ist zum Zerreißen spürbar, Finger trommeln nervös auf der Tischplatte, Gedanken schwirren durch den Raum, das Geräusch wenn ein Spieler seine Karte ablegt durchdringt die gnadenlose Stille.
Ein Lächeln erscheint auf des Spielers Lippen, aus Gegnern werden Mitspieler, aus eingefrorenen Gesichtern gelöste Minen.
Wir alle spielen ein Spiel.
Regeln sind längst aufgestellt, doch immer wieder revidiert.
Leicht verändert, keiner hat’s gesehen, nächster Zug, das Spiel kann weitergehen.
Wir können das Spiel nicht beenden und das System nicht verlassen, aber wir können mit offenen Karten spielen, das Pokerface in Ehrlichkeit tauschen und der Welt ein Lächeln schenken.
Das Grau in Farbe getaucht, den Regen in die Wolken gedrückt, das Lächeln aus den Tränen gezogen, die Welt erscheint jedem wie er sie merken will.

Laurimausi

Unvergessen

Der Kopf vergisst nicht.
Er ist gefangen, gefangen im selbst konstruierten Gefängnis aus Müssen, nicht dürfen und Wünschen. Ein selbst konstruiertes Gefängnis was uns ängstigt, wenngleich wir frei wären.
Der Kopf beschränkt den Körper und hindert uns am frei Sein.
Manipulierte Gefühle und das Denken es müsste sein wie wir es denken, zwingt uns in der Welt zu leben in der wir leben.
Wir sehen Filme im Kopfkino und ertrinken im Herzschmerz.
Wir suchen im Gefühlschaos und schreiben Pläne für unser Leben.
Wir sind zu müde um wach zu sein und zu wach um müde zu sein.
Wir verurteilen uns selbst und andere als gescheitert, wir richten nach eigenem Maß.
Der Kopf vergisst nicht und wenn er versteht, dass alles oft ganz anders vor sich geht, ist es geschehen und zum Ändern zu spät.
Wir würden an uns selbst verzweifeln, doch schließen die Augen vor der Realität, die in unseren Köpfen zur Wahrheit verdreht.
Wären wir bereit zu sehen, die Wahrheit versuchen zu verstehen, wir könnten Gedanken neu gestalten und Freiheit bewusst in unseren Händen halten.
Gelöst vom Kopf, aber nicht kopflos.

Laurimausi ❤

Bedeutungsvoll?!

Einst träumten wir von den großen Bühnen dieser Welt,

hofften auf den plötzlichen Erfolg,

den manche Menschen bereits vor uns hatten.

Hofften, an uns würde das wahre Talent verloren gegangen sein.

 

Doch von Tag zu Tag stellen wir fest,

dass wir zu klein und unbedeutend für diese Welt sind.

Lediglich der Platz in unserer eigenen kleinen Welt ist uns sicher, scheinbar.

 

Immer wieder stoßen wir auf die Frage,

ob überhaupt etwas in diesem Leben von Bedeutung ist.

Alles ist bedeutungslos wenn du ihm diesen Titel verleihst.

 

Etwas kann nur so viel Bedeutung haben, wie du sie ihm beimisst.

 

Dein Leben kann also voller Bedeutung stecken,

oder völlig bedeutungslos und grau, wie ein altes Kleidungsstück,

unachtsam weggeworfen, in der Ecke liegen.

Keine Perspektive, keine Freude, keine Hoffnung.

Ein Finder dieses Kleidungsstückes kann diesem,

egal wie alt und wertlos es zu sein scheint, eine so große Bedeutung geben,

dass er den Durchbruch in Welten und Sphären schafft.

 

Irgendwie weiß doch ein jeder von uns, dass das Leben die wohl größte Bedeutung auf dem Berg der Bedeutung trägt.

Doch auch hier gibt es Menschen die sagen, das Leben habe für sie keinerlei Bedeutung.

 

Dabei ist es das kostbarste Gut, es kehrt nie wieder, es ist so einzigartig wie kein anderes Leben, das gibt es nicht doppelt, das ist ein Schatz, den es zu wahren und mit guten Dingen zu füllen gilt.

 

Etwas kann also nur so bedeutsam sein, wie du ihm an Bedeutung ist.

Laurimausi

Gedankenlauf

Ich lasse meinen Gedanken freien Lauf, höre auf zu beschönigen was nicht zu beschönigen ist.
Doch:“wenn wir dem Leben die Chance geben uns etwas Schönes zu bieten, dann können wir Höhen und Tiefen ertragen und genießen.“
Längst weiß ich, dass ich nicht die einzige bin, die das Leben hinterfragt und nach etwas Greifbarem in seiner nicht materiellen Beschaffenheit sucht.
Ist es nicht seltsam, dass unser Menschsein uns regelmäßig dazu zwingt uns mit etwas so abstraktem wie dem Leben auseinander zu setzen?
Immer wieder stolpern wir über gleiche Fragen und versuchen neue Antworten zu finden, die uns befriedigen sollen und stellen schließlich fest, dass diese Antwort schon seit Jahrmillionen existiert.
Wir träumen davon durch ganz besondere Worte und Taten den Durchbruch in Bücher und alle Welt zu schaffen. Seien wir mal ehrlich, die meisten von uns bleiben in ihren Illusionen weil die Komplexität der Dinge sie dazu zwingt.
Und so spinnen wir weiter Gedanken um Gedanken und stellen fest, dass wir am Ende unserer Reise angekommen sind, ohne einmal bewusst gelebt zu haben.

 

Laurimausi

Das was uns trennt

Ich wünschte ich könnte dich noch einmal sehen,

noch einmal deine Hand berühren, noch einmal neben dir stehen.

Es liegen Worte im Raum und Gedanken in der Luft.

Sie werden nicht gesprochen, nur gedacht.

Ihre Freiheit finden sie in Tränen, die unsere Gesichter herunter laufen.

Tränen, die mehr sagen als jedes längst vergessene Wort.

Gefühle die wie Pfeile in unseren Seelen stecken, gebrochene Herzen sie schlagen für zwei.

Für zwei, wenngleich mit dem Wissen, bald ist es vorbei.

Quälend vergehen die Sekunden, die Minuten, die Stunden.

Wir ertragen den Tag zusammen, doch in unserem Innern herrscht finsterste Nacht.

Die Realität liegt vor unseren Füßen, wir wissen um den Abschied der naht.

Doch Worte bleiben Gedanken und Tränen in Minen erstarrt.

Während die Welt sich weiter dreht, stirbt ein Teil in mir wie der Mensch der geht.

Jahre sind vergangen, ein Leben das treibt, es ist die Erinnerung die bleibt.

Du hieltest mich in deinem liebenden Arm, du nanntest mich deine „Prinzessin“, so liebevoll und warm.

Welten zerbrachen; Freundschaften die einander versprachen, Eltern die weinen an deinem Grabe, Freunde denen der Blick zurück bleibt als letzte Gabe.

Wir liegen uns in den Armen, wissen um die Zeit die rennt.

Nun ist da der Tod der uns trennt.

Laurimausi

Unendliche Tiefen

Einsam und alleine treibe ich auf dem offenen Meer.
Um mich herum toben die Wellen, der Sturm so schwer.
Der Himmel ist grau, der Regen fällt sanft.
Es ist eine Reise so ungewiss und lang.
Da treibe ich, auf dem offenen Meer.
Das Wasser so kalt, ich spüre nur Schmerz,
da ist kein Halt, mein Körper treibt umher.
Meine Arme hier, meine Beine dort und wo bin ich, an welchem Ort?
In Panik beginne ich zu rudern, meine Tränen werden ein Teil des Ozeans.
Verloren in Wind und Wellen und Angst.

 

Ein Labyrinth so ausweglos wie klar.
Meine Kräfte lassen nach, wann wird Hilfe kommen?
Voller Wollen und Trotz im Bauch beginne ich zu schwimmen, aber wohin denn auch?
In der Ferne ein Schiff, Rettung die naht, ich hebe die Hand zum Gruße zum Rat.
„Möchtest du an Bord, hier kommst du doch um.“
„Nein, danke, ich kann schwimmen, ich bin stark, so stark.“
Der Seemann schüttelt sein Haupte, das Schiff fährt hinfort.
Ich gebe doch auf, lasse mich von der Strömung in die unendliche Tiefe reißen, 
lasse mich treiben, schwebe ohne Luft.
Irgendwann tauche ich auf. 
Noch immer verloren, wo ist Hilfe, die ich brauch‘?

 

Laurimausi

Gedankenfreiheit

whiskeydrinking

„Oh, ich wusste gar nicht, dass du so kaputt bist.“,

sagte sie, setzte ihr Glas Whiskey an ihre Lippen und nippte einen Schluck.

 „Mach dir nichts draus, Liebes. Das Leben trifft früher oder später jeden.“ 

 Wir sitzen so da, beide ne Zigarette zwischen den Fingern,
der Raum steht voller Qualm, ihre Worte verfliegen